Peter A. Bruck

Peter A. Bruck (* 8. Oktober 1950 in Wien) ist ein österreichischer Kommunikationswissenschaftler und Jurist. Er ist wissenschaftlicher Gesamtleiter und Geschäftsführer der Research Studios Austria Forschungsgesellschaft mbH (RSA FG). Im Jahr 2012 gründete er das Spin-Off-Unternehmen KnowledgeFox GmbH und ist seitdem dessen CEO. Im International Center for New Media in Salzburg erfüllt Bruck die Funktion des ehrenamtlichen Präsidenten. Er ist weiter Chairman of the Board of the European Academy of Digital Media-EADiM, Niederlande, und Chairman of the Board of Directors of the World Summit Award im Rahmen des United Nations process of the World Summit on the Information Society (WSIS).

Peter A. Bruck studierte Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und beendete dieses als Dr. jur. Als Fulbright Scholar absolvierte Bruck als Master of Arts in Soziologie an der University of Iowa, USA. Graduate Studies and Humanities Fellow mit einem Abschluss als PH.D in Communication an der McGill University, Montreal bilden den Abschluss der universitären Ausbildung.
Von 1982 bis 1992 arbeitete Bruck als Professor of Journalism and Communication an der Carleton University in Ottawa, Kanada. Ebendort war Bruck auch Director of the Centre for Communication, Culture and Society, Faculties of Arts and Social Sciences. Von 1990 bis 1995 war Bruck als Professor auf Zeit in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg, 1994 – 1998 Direktor des Institut für Informationsökonomie und Neue Medien. 1995–1997 war Bruck Gründender akademischer Direktor der FH Salzburg (ehem. Techno-Z Fachhochschule), wie auch Gründer und Wissenschaftlicher Leiter der Techno-Z FH Forschung- & Entwicklungsgesellschaft (ab 2000 Salzburg Research Forschungsgesellschaft).
Bruck ist zurzeit Honorarprofessor für Informationsökonomie und neue Technologien am Institut für Wirtschaftswissenschaften, Universität Salzburg und Adjunct Research Professor in Communications, an der Carleton University.
Bruck arbeitete als Leiter der Business Unit Interaktive Medien der Jet2Web Internet Services GmbH im Unternehmensverbund der Telekom Austria AG und Chief Content Officer der Telekom Austria von 2001 bis 2002. Von 2002 bis 2008 Gesamtleiter der Research Studios Austria in der Unternehmensgruppe der Austrian Research Centers GmbH – ARC. Seit deren Ausgliederung im April 2008 ist Bruck Geschäftsführer und wissenschaftlicher Gesamtleiter der Research Studios Austria Forschungsgesellschaft mbH.
Bruck ist der Initiator des österreichischen Staatspreises für Multimedia und eBusiness (seit 1997) sowie der Leiter des EUROPRIX Multimedia Awards (seit 1998), des europäischen Wettbewerbs für die besten Multimediainhalte. Bruck war Vorsitzender des Europaratausschusses für die Medienvielfalt in Europa (2002 bis 2007) und Mitglied des höchsten Beratungsgremiums der Vereinten Nationen für Informations- und Kommunikationstechnologien (UN ICT Task Force) in New York, sowie der UN Global Alliance for ICT and Development (seit 2006).
Die Forschungsinteressen von Peter A. Bruck konzentrieren sich auf die Entwicklung der neuen Kommunikationstechnologien und Informationsstrukturen und die dadurch bedingten Veränderungen in Geschäftsprozessen, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Einen Schwerpunkt bildet derzeit die Forschung im Bereich Mikrolernen, mobiles Lernen im Kontext digitaler Medien, Return on Investment in Education sowie Microlearning & Gamification.
Peter A. Bruck veröffentlichte und redigierte zahlreiche Bücher, Forschungsberichte und wissenschaftliche Publikationen sowie Fachartikel auf den Gebieten der Kommunikation und der Neue Medien, Medien- und Informationenwirtschaft, Nachrichtentechnikentwicklung, kulturelle Studien und im Bereich Soziologie. Er ist Herausgeber der Buchreihe für wissenschaftliche Monographien: Smart Media and Applications Research beim Deutschen Universitäts-Verlag.

Voluntary manslaughter (England und Wales)

Voluntary manslaughter (dt. ~ ‚freiwilliger/spontaner Totschlag‘) bezeichnet im englischen Strafrecht einen Straftatbestand für Tötungsdelikte nach dem Homicide Act 1957 (HA 1957). Wegen voluntary manslaughter ist deshalb zu verurteilen, wer eigentlich Mord begangen hat, aber die defences (~ Verteidigungseinrede) diminished responsibility (~ verringerte Verantwortlichkeit) provocation (~ Provokation) oder suicide pact (Suizidpakt) geltend machen kann.
Nach Sektion 2 des HA 1957 ist wegen manslaughter zu verurteilen, wer Mord begangen hat, jedoch die defence vorbringen kann, unter diminished responsibility gehandelt zu haben. Unter diminished responsibility steht der Täter hiernach, wenn:
“he was suffering from such an abnormality of mind (whether arising from a condition of arrested or retarded development of mind or any inherent causes or induced by disease or injury) as substantially impaired his mental responsibility for his acts and omissions in doing or being a party to the killing.”
„er unter einer solchen Andersartigkeit des Geistes (sei es, dass sie einer verzögerten geistigen Entwicklung geschuldet, dass sie durch innere Gründe hervorgerufen oder, dass sie durch Krankheit oder Unfall entstanden ist) litt, dass seine geistige Verantwortung für seine Handlungen oder Unterlassungen wesentlich gemindert war, als er die Tötung vollzog oder an ihr teilnahm.“
Die vergleichsweise unpräzise Formulierung hat zu vielfältigen Abgrenzungsschwierigkeiten geführt. So ist besonders die Abgrenzung zu den Fällen schwierig, bei denen der Täter die insanity defence (~ ‚Irrheitseinrede‘) nach R v. M’Naghten (1843) vorbringt, die zwingend zum Freispruch führen muss.

Aston Martin V12 Zagato

Aston Martin V12 Zagato (2011–2012)
Der Aston Martin V12 Zagato ist ein Sportwagen des britischen Automobilherstellers Aston Martin. Das auf 101 Exemplare limitierte Coupé wurde in Zusammenarbeit mit dem italienischen Designstudio Zagato entwickelt.

Bereits in den 1950er Jahren bestand eine Geschäftsbeziehung zwischen Aston Martin und Zagato. 1960 hatte Zagato eine Spezialausfertigung des Aston Martin DB4 eingekleidet, die die Bezeichnung DB4 GT Zagato trug und bald zu einem Klassiker des Automobilbaus wurde. Anlässlich des Genfer Automobilsalons 1984 vereinbarten beide Unternehmen, ein neues Projekt zu starten. Heraus kam 1987 der V8 Zagato. Des Weiteren baute Zagato 2002–2004 auf dem DB7 die jeweils auf 99 Stück limitierten Modelle DB7 Zagato sowie DB AR1. Der V12 Zagato setzt somit die Tradition dieser Zusammenarbeit weiter fort.
Der V12 Zagato basiert auf dem V12 Vantage, der Motor wurde übernommen. Aus 5,9 Litern Hubraum generiert der V12-Benzinmotor 380 kW (517 PS) und 570 Nm und treibt die Hinterräder an. Der Hersteller gibt als Höchstgeschwindigkeit 305 km/h und für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h 4,2 Sekunden an. Bei seiner Premiere am 21. Mai 2011 auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Comer See wurde der V12 Zagato vom Publikum zum schönsten Prototypen gewählt. Anfangs existierten lediglich zwei Modelle ohne Straßenzulassung mit Rennstrecken-Auslegung, die bereits am 24-Stunden-Rennen am Nürburgring teilnahmen.
Am 9. Februar 2012 startete die Fertigung in Kleinserie. Gefertigt wurden 101 Stück zum Preis von ca. 500.000 Euro. Bei der Zusammenstellung der Materialien und in Sachen Design nutzte man die gesammelten Erfahrungen aus der Entwicklung des Supersportwagens One-77. Das Dach, die Motorhaube sowie die Türen wurden aus Aluminium handgefertigt, die Kotflügel vorne und hinten, die Kofferraumklappe sowie die Seitenschweller sind aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, um das Leergewicht gering zu halten.
Die wichtigsten Elemente an der Front sind der dominante Grill mit gezackten Lamellen, die ovalen Frontscheinwerfer, die Lippe unter der Frontstoßstange, die großen Lufteinlässe in der Motorhaube und an den Seiten und sein feststehender Heckspoiler. Im Vergleich zur Vantage-Basis ist die Karosserie am Heck deutlich gekürzt, die runden Heckleuchten erinnern an den DB4 GT Zagato. Im Dach sind zwei für Zagato typische Wölbungen – die sogenannte „Double Bubble“ – ausgeformt um die Kopffreiheit der Passagiere zu erhöhen. Im Interieur setzt Aston Martin auf Lederschalensitze mit Kontrastnähten, das „Z“ aus Zagato ist überall im Innenraum zu finden.
Heckansicht
Aston Martin V12 Zagato Rennwagen
Heckansicht des Rennwagens
Aktuelle Modelle: DB9 | DB11 | Rapide | Vantage | Vanquish
Historische Modelle: Cygnet | DB1 | DB2 | DB2/4 | DB4 | DB4 GT Zagato | DB5 | DB6 | DB7 | DB10 | DBS (1967) | DBS (2007) | Lagonda | Lagonda Rapide | One-77 | V8 (1972) | V8 (1996) | V8 Zagato | V12 Vanquish | V12 Zagato | Vantage | Virage (1989) | Virage (2011)
Motorsport: DBR1 | DBR2 | DB3 | DBR4 | DBR9 | DBRS9 | Vulcan | Lola-Aston Martin LMP1

Agochorie

Als Agochorie bezeichnet man die unbeabsichtigte Ausbreitung von Pflanzen durch den Menschen. Agochorie ist neben der Ethelochorie und der Speirochorie eine Unterform der Hemerochorie, der Ausbreitung von Pflanzen durch den Menschen.
An Land traten agochore Pflanzen früher häufig in Häfen, an Bahnhöfen oder entlang von Bahnstrecken auf. Untersuchungen an Autos, mit denen Touristen in den australischen Kakadu-Nationalpark einreisen wollten, zeigen jedoch, dass auch Automobile wesentlich an der agochoren Ausbreitung beteiligt sind: 70 % der untersuchten Wagen führten in den Reifenrillen oder in Schlammablagerungen am Chassis Pflanzensamen mit sich, darunter Samen einer Reihe solcher Pflanzen, die in Australien als problematische Invasoren eingeordnet werden und die man möglichst aus dem Park, der zum Weltnaturerbe gehört, fernhalten möchte.
Durch Agochorie werden jedoch vor allem Wasserpflanzen ausgebreitet, die wiederum durch Ballastwasser weltweit ausgebreitet werden. Die agochore Ausbreitung von Organismen durch Ballastwasser wird von Ländern wie Kanada, Australien, USA, Chile und Israel für so gravierend gehalten, dass sie Anstrengungen unternehmen, den Umgang mit Ballastwasser international verbindlich zu regeln. Agochor verschleppte Pflanzen haben in allen diesen Ländern gravierende Störungen der Küstenfauna und -flora zur Folge gehabt, die auch hohe wirtschaftliche Störungen bedingt haben.
Zoochorie (Ausbreitung durch Tiere): Endochorie | Epichorie || Mammaliochorie || Ornithochorie | Ichthyochorie | Saurochorie | Myrmekochorie || Dysochorie  Anemochorie (Ausbreitung durch den Wind): Meteorochorie | Chamaechorie  Semachorie: Windstreuung | Tierstreuung | Tierballisten  Hydrochorie (Ausbreitung durch Wasser): Nautochorie | Bythisochorie | Ombrochorie  Hemerochorie (Ausbreitung durch den Menschen): Ethelochorie | Speirochorie | Agochorie  Autochorie (Selbstausbreitung): Ballochorie | Herpochorie | Barochorie | Blastochorie | Achorie  Polychorie (mehrere)

Anna von Lieben

Anna von Lieben (* 26. September 1847 in Wien; † 31. Oktober 1900 ebenda) wurde bekannt als Sigmund Freuds Patientin Cäcilie M..
Sie war eine Tochter von Eduard Todesco (seit 1869 Eduard Freiherr von Todesco) und seiner in Brünn geborenen Ehefrau Sophie Gomperz. Der Reichtum und Einfluss der jüdischen Familie Todescos wurde im damaligen kaiserlichen Wien nur knapp von den Wiener Rothschilds übertroffen.

Schon früh erlebte sie die Schicksale der „goldenen Käfige“ von Verwandten. 1866 floh sie im Alter von 18 Jahren zu ihrer Schwester Franziska (genannt Fanny) nach London, die dort am 28. April 1866 die erste Ehefrau des ebenfalls sehr reichen Heinrich von Worms (auch Henry de Worms) geworden war. Auch diese Ehe wurde später geschieden. In London erholte sich Anna jedoch nicht, sondern hier wurde sie psychisch sehr krank.
1868 ging Anna auf Drängen der Eltern nach Wien zurück und heiratete am 3. Dezember 1871 in Wien den zwölf Jahre älteren, schwerreichen Leopold von Lieben (* 7. Mai 1835; † 20. März 1915), den Präsidenten der Wiener Börsenkammer. Bald darauf hatte das Ehepaar fünf Kinder.
Das Palais der Familie Todesco wurde von 1861 bis 1865 von ihrem Vater errichtet. Der Bau hat ca. 500 Zimmer und war bzw. ist voller Kunstschätze. Bewohnt wurde es zunächst nur von den Familien Todesco und Lieben. Im Erdgeschoss traf Anna Sigmund Freud zum ersten Mal. Das erste Stockwerk wurde bewohnt von Leopold von Liebens Familie. Anna litt zunehmend unter hysterischen Erscheinungen und war oft ans Bett gefesselt. Nach der Geburt ihrer Kinder wurde sie morphinsüchtig. Hugo von Hofmannsthal, ein häufiger Besucher, beschreibt sie als tierisch, sinnlich, halbverrückt. Sie war hochbegabt, liebte das Schachspiel und war mathematisch interessiert.
1887 lernte sie den zehn Jahre jüngeren Sigmund Freud kennen, der sie bis zum Jahre 1895 betreute. Unter dem Namen Cäcilie M. ging sie als eine der ersten Patientinnen Sigmund Freuds in die Medizingeschichte ein. Er bezeichnete sie später als seine Lehrmeisterin. Durch die relativ lange und besonders intensive Zeit ihrer Behandlung (über Jahre fast durchgehendes dreimaliges Treffen in einer Woche) konnte er die Funktion der Psyche intensiv kennenlernen. Sie lebte in ständiger Angst, in eine Anstalt eingewiesen zu werden. Sigmund Freud entwickelte erste Erfahrungen mit der Rede-Kur, mit dem damals neuen Element der freien Assoziation.

Generaldirektion Klimapolitik

Die Generaldirektion Klimapolitik (abgekürzt DG Clima von Directorate-General for Climate Action) ist eine Generaldirektion der Europäischen Kommission und damit eine Behörde in der Exekutive der Europäischen Union. Sie entstand im Februar 2010 durch Ausgliederung aus der Generaldirektion Umwelt. Hauptaufgaben sind die Klimapolitik der Europäischen Union und internationale Klimaverhandlungen.
Politisch für diese Generaldirektion ist seit November 2014 der Kommissar für Klimaschutz und Energie Miguel Arias Cañete verantwortlich; von 2010 bis November 2014 war es die Kommissarin für Klimaschutz Connie Hedegaard verantwortlich. Behördenleiter ist der Generaldirektor Jos Delbeke.
Neben Stabsstellen umfasst die Behördengliederung vier Direktionen (die wiederum weiter unterteilt sind):
Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit (EMPL) | Bildung und Kultur (EAC) | Binnenmarkt und Dienstleistungen (MARKT) | Datenverarbeitung (DIGIT) | Energie (ENER) | Erweiterung (ELARG) | Finanzplanung und Haushalt (BUDG) | Forschung und Innovation (RTD) | Generalsekretariat (SG) | Gesundheit und Verbraucher (SANCO) | Handel (TRADE) | Humanressourcen und Sicherheit (HR) | Inneres (HOME) | Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft (JUST)  | Klimapolitik (CLIM) | Kommunikation (COMM) | Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien (CNECT) | Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) | Maritime Angelegenheiten und Fischerei (MARE) | Mobilität und Verkehr (MOVE) | Personal und Verwaltung (ADMIN) | Regionalpolitik (REGIO) | Steuern und Zollunion (TAXUD) | Übersetzung (DGT) | Umwelt (ENV) | Unternehmen und Industrie (ENTR) | Wettbewerb (COMP) | Wirtschaft und Finanzen (ECFIN) | Statistisches Amt (ESTAT/Eurostat)
Amt für die Feststellung und Abwicklung individueller Ansprüche (PMO) | Amt für Gebäude, Anlagen und Logistik – Brüssel (OIB) | Amt für Gebäude, Anlagen und Logistik – Luxemburg (OIL) | Amt für Veröffentlichungen (OP) | Beratergremium für europäische Politik (BEPA) | Datenschutzbeauftragter (DPO) | Europäischer Auswärtiger Dienst (EAD) | Betrugsbekämpfung (OLAF) | Humanitäre Hilfe (ECHO) | Entwicklung und Zusammenarbeit (EuropeAid) | Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) | Gemeinsamer Dolmetscher- und Konferenzdienst (SCIC) | Interner Auditdienst (IAS) | Juristischer Dienst (SJ)

Kennzeichen D (Fernsehen)

Kennzeichen D war eine 45-minütige politische Fernsehsendung des ZDF, die erstmals am 9. September 1971 ausgestrahlt wurde. Im Gegensatz zum unmittelbaren Vorgängerformat drüben berichtete sie nicht nur über die DDR, sondern griff Themen aus beiden deutschen Teilstaaten sowie gesamtdeutsche Fragen auf. Sie sollte Interesse und Verständnis für das Leben im jeweils anderen Deutschland wecken und ein möglichst realistisches Bild des Alltags auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze vermitteln.

Idee und Konzeption der Sendereihe wurden von Hanns Werner Schwarze entwickelt, der die Folgen von der Erstsendung bis 1982 moderierte und die Redaktion leitete. Er war gleichzeitig Leiter des ZDF-Studios Berlin.
„Nachbarn kann nur kritisieren, wer selbstkritisch bei sich anfängt.“
In der Premierensendung ließ Schwarze den Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch ein Chanson singen, in dem dieser jedermann recht gibt, zum Schluss einen Telefonhörer abhebt und ein imaginäres Gespräch mit den Worten abschließt: „Jawohl, Herr Intendant, Sie haben auch recht.“
Beide deutsche Staaten verwendeten zu Sendebeginn das Kraftfahrzeug-Nationalitätszeichen „D“ für Deutschland, auch „D-Schild“ genannt, oder „Kennzeichen D“. Die Deutsche Demokratische Republik führte ab dem 1. Januar 1974 jedoch als Nationalitätskennzeichen „DDR“ ein.
Beim Start dieser Sendereihe wurde Ruck Zuck von der deutschen Elektronikband Kraftwerk als Titelmusik gewählt. Insbesondere der stakkatoartige elektronische Klang der Musik und der mechanisierte Druckherstellungsprozess von Nationalitätskennzeichenaufklebern ergaben einen für die damalige Zeit eindrucksvollen Vor-/Abspann. Im weiteren Verlauf der Sendereihe wurde im Prozess von Relauncharbeiten Waiting der Band Santana als Titelmusik ausgewählt.
Die Sendereihe startete parallel zur von Bundeskanzler Willy Brandt propagierten Entspannungspolitik bzw. neuen Ostpolitik und unterstützte diese, während der mediale Gegenpart ZDF-Magazin mit Gerhard Löwenthal diese im eigenen Haus konterkarierte.
Nach Gründer Hanns Werner Schwarze (1971–1982) war Joachim Jauer Leiter und Moderator der Sendung (1982–1984). Nach ihm übernahm Dirk Sager (1984–1990), der wiederum von Joachim Jauer abgelöst wurde (1990–1995). Auf diesen folgte Olaf Buhl (1995–2001). Zu den weiteren Moderatoren zählten Klaus-Henning Arfert, Dietmar Barsig, Ernst Elitz, Thomas Euting, Thomas Fuhrmann, Hans-Dieter Jaene, Harald Jung, Johann Michael Möller, Lea Rosh, Giselher Suhr, Gustav Trampe und Ralf Zimmermann von Siefart.
Trotz erheblichen Protests seitens der Redaktion und von Prominenten wie zum Beispiel Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wurde Kennzeichen D letztmals am 14. März 2001 ausgestrahlt.

Mädchen von Dröbnitz

Das Mädchen von Dröbnitz war eine hallstattzeitliche Moorleiche, die 1939 bei Dröbnitz (heute Drwęck), Landkreis Osterode in Ostpreußen, gefunden wurde. Sie war eine der wenigen dokumentierten Moorleichenfunde auf dem Gebiet Ostpreußens bzw. Osteuropas. Der Fund ging am Ende des Zweiten Weltkriegs verloren.

Das Mädchen von Dröbnitz wurde am 15. Juli 1939 von Erich Redmann, einem Arbeiter des Reichsarbeitsdienstes bei Arbeiten im Dröbnitzer Moor entdeckt. Zunächst stießen sie auf ein Stück Fell und versuchten, es aus der Erde zu ziehen, wobei sie der darin eingewickelten Leiche beide Beine aus den Hüftgelenken rissen. Die Fundmeldung ging am 19. Juli im Landesamt für Vorgeschichte ein, und am 20. Juli wurden die von ihrem ursprünglichen Fundort verlagerten Überreste geborgen. Beide Beine der Leiche waren größtenteils verloren, und bei der Nachgrabung konnte lediglich ein Oberschenkelknochen wiedergefunden werden. Der Finder Redmann wurde zu den genauen Fundumständen befragt und dazu ein Protokoll angefertigt. Anschließend wurden die Überreste in das Prussia-Museum in Königsberg gebracht, wo der Fund wissenschaftlich untersucht und konserviert wurde.
Etwaige Lage: 53° 33′ 33″ N, 20° 12′ 26″ O53.55916666666720.207222222222Koordinaten: 53° 33′ 33″ N, 20° 12′ 26″ O
Das Mädchen lag ausgestreckt auf dem Rücken und war in einen Pelzumhang gewickelt. Sowohl die Leiche als auch der Pelzumhang waren in einem sehr guten Erhaltungszustand. Ihre Arme waren über der Brust verschränkt und der Kopf nach rechts gedreht. Die genaueren Umstände wie ihre geographische Ausrichtung, die Tiefe oder die Fundschicht ließen sich nicht mehr genau ermitteln, da der Fund undokumentiert von dem Liegeplatz entfernt und die Fundstelle bereits weiter abgegraben wurde. Der Biologe Dr. Groß untersuchte die Fundstelle am 24. Juli und zog einige Proben für die Pollenanalyse. In acht Metern Entfernung ließ er eine 260 cm tiefe Bohrung im Moor durchführen. Vergleiche der an der Leiche anhaftenden Torfreste mit Proben des Dröbnitzer Moores ergaben, dass die Leiche in einer Tiefe von 160 bis 205 Zentimetern in stark zersetztem Sphagnumtorf gelegen haben muss. Als einzige Beigabe wurden Reste eines Kamms gefunden.
Bei der Moorleiche von Dröbnitz handelte es sich um ein etwa 12- bis 14-jähriges Mädchen. Ihr Körper war bis auf die bei der Bergung verloren gegangenen Beine vollständig erhalten. Die Haut war bei der Auffindung noch schwammig und weich. Eine Obduktion durch die Königsberger Mediziner Krause und Zeiger ergab, dass alle inneren Organe deutlich erkennbar waren und die Struktur der Gewebe erhalten geblieben war. Ebenso waren Knochen, Zähne und Fingernägel erhalten. Die Todesursache ließ sich weder anhand der Obduktion noch durch die von Dr. Loepp angefertigten Röntgenaufnahmen ermitteln. An den Knochen wurden insgesamt elf Harris-Linien gefunden, die wie bei der Moorleiche von Windeby I Anzeichen für wiederkehrende Phasen der Mangelernährung im Leben des Mädchens sind.
Der Magen- und Darminhalt wurde von Walter von Stokar und H. Gross untersucht. Es konnten noch zahlreiche Speisereste identifiziert werden, die vor allem aus Blättern, Blüten und Blütenknospen von Ampfer, Huflattich und Lungenkraut bestanden. Weiter wurden Reste von Erbsen, Weizen und einige wenige Fleischfasern sowie tierische Fette gefunden. Außerdem konnten die Pollen von Lungenkraut sowie von verschiedenen Gräsern, Kreuzblüten- und Hahnenfußgewächsen nachgewiesen werden. Dies lässt vermuten, dass das Mädchen vor ihrem Tode einen Brei gegessen hatte. Das Vorhandensein von Pollen von Erle, Birke und Haselnuss führte zu der Annahme, das Mädchen sei im Frühjahr gestorben.
Der Darm des Mädchens wurde von Lothar Szidat (1892–1973) untersucht, der sehr gut erhaltene Eier von zwei Parasiten nachweisen konnte. Der Darm war stark mit Peitschenwürmern, schwächer mit Spulwürmern belastet. Nach Szidat entsprach die Schwere des Befalls den Ergebnissen von Untersuchungen solcher Infektionen bei der ostpreußischen Landbevölkerung seiner Zeit. Szidat schätzte das Sterbealter des Mädchens aufgrund von Befallsstatistiken der damaligen ostpreußischen Landbevölkerung auf 15 bis 19 Jahre und damit etwas höher, als die anthropologische Untersuchung ergeben hatte.
Das Mädchen war vollständig in einen Umhang aus Schafsfell eingewickelt. Dieser war aus vier Teilstücken zusammengenäht und hatte eine Höhe von 80 und eine Breite von etwa 150 Zentimetern. Die Nähte wurden mit feinen, etwa 1 bis 1,2 mm breiten, verdrillten Lederschnüren im Überwendlichstich ausgeführt. Im Halsbereich waren die Ränder umgeschlagen. An einer Ecke des Halsbereiches waren ein Lederband und an der gegenüberliegenden eine lederne Schlaufe als Verschluss angenäht. Für einen besseren Sitz auf den Schultern waren zwei Abnäher in den Schulterbereichen des Mantels angebracht. An der unteren Kante war der Mantel durch einen angenähten Fellstreifen verlängert worden. Auf der Innenseite waren zahlreiche Stopfstellen mit aufgesetzten Lederflicken ausgebessert, die mit einem feinen Steppstich aufgenäht waren. Alle diese Nähte waren sehr sorgfältig ausgeführt. Dagegen war der quer durch den kompletten Umhang laufende Riss etwas nachlässiger mit gedrehten Sehnen vernäht. Zu diesem Umhang gibt es mehrere erhaltene Vergleichsfunde wie den des Jungen von Kayhausen, der Frau von Elling, der Frau von Haraldskær oder des Mannes aus Jürdenerfeld.
Als einzige Grabbeigabe wurden bei dem Mädchen die Reste eines einreihigen Holzkammes mit breiter Griffplatte gefunden. Dieser war relativ grob aus einem etwa drei Millimeter dicken Holzstück gearbeitet. Der in zwei Teilen erhaltene Kamm hatte ursprünglich eine Länge von etwa zehn Zentimetern. Die Griffplatte war geschweift, die Grifffläche war flächig mit Kreisaugen verziert und wies an beiden Enden Ösen auf. Durch die erhaltene Öse war eine verzwirnte Schnur aus Wolle gezogen, die deutliche Gebrauchsspuren zeigte und vermutlich zu einer Tragevorrichtung gehörte.
Eine moorgeologische Datierung aufgrund der Torfschichten oder Tiefe war nicht möglich, da diese bei der Ausgrabung nicht beachtet wurden. Die Pollenanalyse der an der Leiche anhaftenden Torfreste im Vergleich mit den in 8 Metern Entfernung gezogenen Proben ergab, dass die Leiche etwa um 500 vor Chr. in das Moor gelangt war. Typologische Vergleiche des Kamms vor allem mit Kammdarstellungen auf früheisenzeitliche Keramikgefäßen und Gesichtsurnen aus Mittel- und Osteuropa bestätigten diese Datierung in die frühe Eisenzeit, genauer in die Hallstattzeit Stufe Ha D nach Eggers zwischen 650 und 475 v. Chr.
Die Todesursache des Mädchens von Dröbnitz ließ sich nicht ermitteln, ebenso ließen sich keine Hinweise für eine Tötung finden. Die Tatsache, dass das Mädchen in einen Pelzumhang eingeschlagen wurde und auf dem Rücken ruhte, sowie der beigegebene Kamm lassen eine Bestattung wahrscheinlich erscheinen. Möglicherweise wurde diese aus unbekannten Gründen außerhalb eines Bestattungsplatzes oder Gräberfeldes und als Körperbestattung in Zeiten als die Brandbestattungssitte vorherrschte, ausgeführt. Die Deutung des Fundensembles lässt eine, vielfach bei Moorleichen beobachtete, Opferung eher unwahrscheinlich erscheinen. Torfproben vom Rücken der Moorleiche, mit darin eingelagerten Resten von Wassertieren, deuten an, dass die Leiche in einem flachen Tümpel abgelegt worden war, der schnell verlandete.

A7L

Der Raumanzug A7L wurde von NASA-Astronauten für das Apollo-Programm, die drei bemannten Skylab-Flüge und das Apollo-Sojus-Test-Projekt zwischen 1968 und 1975 benutzt. Er wurde von ILC Dover entwickelt und hergestellt, basiert auf deren Vorgängermodellen A5L und A6L, die die Thermalkontrolle und den Mikrometeoritenschutz integrierten, und gilt als der siebte Raumanzug, der für das Apollo-Programm entwickelt wurde. Zudem wurden nach dem tödlichen Feuer von Apollo 1 eine Reihe von Materialien durch flammhemmende oder unbrennbare ersetzt.

Der A7L ist ein einteiliger, im Wesentlichen fünflagiger Ganzkörperanzug mit integrierten Gelenken aus Gummi an den Schultern, Ellbogen, Handgelenken, Hüften und Beinen. Die Gelenke sind mit einem netzartigen Gewebe verstärkt, um das Aufblähen unter dem Innendruck zu vermeiden und so die Bewegungsfähigkeit des Astronauten zu erhalten. Am Hals und an den Ärmelenden sind Metallringe eingearbeitet, an die der Helm bzw. die Handschuhe angesetzt werden; die Schuhe sind dagegen integraler Bestandteil des Anzugs. Der scherzhaft als „Fischglas“ (fish bowl) bezeichnete Helm ist einteilig aus Plexiglas und ermöglicht nicht nur bessere Sicht als vorhergehende Modelle, sondern eliminiert auch die sonst nötigen Dichtungen und ist daher zuverlässiger. Die äußere, feuerfeste Lage des Anzugs ist abnehmbar und erlaubt Reparaturen und Inspektionen. Der Einstieg erfolgt von hinten/unten durch einen Reißverschluss, der von der Schulter bis in den Schritt verläuft. Er kann vom Träger selbst bedient werden, die Hilfe einer weiteren Person erleichtert das An- und Ablegen aber immer noch deutlich.
Die wichtigste Lage war das Torso Limb Suit Assembly. Die Versorgung mit Sauerstoff und Kühlwasser sowie die elektrische Verbindung für die Sprechgarnitur und die Biodaten erfolgten über sechs farblich gekennzeichnete Bajonettverbinder, die in zwei Reihen auf der Brust angebracht waren. Gasein- und -auslässe waren dabei doppelt vorhanden und erlaubten den Astronauten daher, sich an ihre tragbaren Lebenserhaltungssysteme anzuschließen, während sie noch mit der Versorgung der Mondlandefähre verbunden blieben.
Über dieser Lage befand sich der Thermal- und Mikrometeoritenschutz Integrated Thermal Micrometeroid Garment, der den Anzug und seinen Träger vor Abrieb, der Sonneneinstrahlung und Mikrometeoriten bewahrte. Er bestand aus 13 Lagen Nylon, aluminiumbedampften Mylar, Dacron, Kapton und einer Außenlage aus Teflon-beschichtetem Beta-Gewebe. Dieses Beta-Gewebe bestand im Wesentlichen aus Glasfasern und sorgte für die gewünschte Feuerfestigkeit. Kritische Stellen am Rücken, den für den Mond erforderlichen Überstiefeln und Handschuhen waren mit Stahlgewebe verstärkt und Knie und Schultern zusätzlich mit Teflon abgedeckt.
Beginnend mit Apollo 13 wurden zusätzliche rote Streifen am Helm und den Beinen des Kommandanten angebracht, um die beiden Astronauten auf Fotos besser identifizieren zu können.
Die auf dem Mond arbeitenden Astronauten trugen als innerste Lage eine spezielle Kühleinrichtung, das dreilagige Liquid Cooling Garment. In seinem Inneren waren Wasserschläuche eingearbeitet, die den Astronauten kühlen und so Schweißbildung und ein Beschlagen des Helms verhindern sollten. Das Wasser wurde vom Lebenserhaltungssystem durch den Anzug gepumpt und durch einen Sublimationskühler auf Temperatur gehalten. Diese Anzüge verfügten ebenfalls über Außentaschen für Mondgestein und Ausrüstungsgegenstände sowie Laschen, um sich in der Mondlandefähre fixieren zu können.
Der Pilot des CM trug einen leicht vereinfachten Anzug, bei dem einige der Anschlüsse und Gelenke des Torso Limb Suit Assembly entfielen. Darüber trug er einen nur dreilagigen Intravehicular Cover Layer aus Nomex und Beta-Gewebe, und als Außenhülle eine Lage aus Baumwollstoff (Constant Wear Garment). Die Kühlung erfolgte direkt durch den Sauerstoff, der aus den Systemen des Raumfahrzeugs kam.
EVA-Konfiguration
IVA-Konfiguration für CM-Kommandanten
IVA-Konfiguration
Für die drei letzten Mondflüge Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17 benutzten die beiden Astronauten auf dem Mond eine Weiterentwicklung dieses Anzugs. Insbesondere wurde die Beweglichkeit am Nacken und an der Hüfte verbessert und so den Astronauten ermöglicht, das Lunar Roving Vehicle (LRV) in sitzender Position zu fahren. Anschlüsse und Reißverschluss wurden geändert und erlaubten eine leichtere Bedienung.
Die tragbaren Lebenserhaltungssysteme (Tornister) erhielten größere Tanks für Sauerstoff und Kühlwasser, zusätzliches Lithiumhydroxid zur Abscheidung des Kohlendioxids und verstärkte Batterien. Auf der Innenseite des Helmes wurden kleine Energieriegel und Strohhalme angebracht, so dass sich die Astronauten während ihres Aufenthalts auf der Mondoberfläche stärken konnten.
Der Anzug des CM-Piloten, zu dessen Aufgabe die Bergung von Filmen aus dem SM während des Rückflugs gehörte, basierte nach wie vor auf dem A7L und wurde während dieser EVA aus dem CM versorgt und gekühlt. Er trug dabei den Helm des Kommandanten.
Für die drei bemannten Skylab-Missionen wurden vereinfachte Anzüge auf der Basis des A7LB verwendet, da man nur kurze EVAs zu Wartungszwecken erwartet hatte. Zum Schutz der optischen Instrumente von Skylab wurde die auf dem Mond verwendete Lebenserhaltung durch einen geschlossenen Kreislauf, der an die Atemluft- und Kühlsysteme der Raumstation angeschlossen war, ersetzt. Die Astronauten waren daher über eine Nabelschnur mit Skylab verbunden und trugen lediglich ein Notsystem mit Sauerstoff für 30 Minuten am rechten Bein mit.
Für ASTP kam ebenfalls eine vereinfachte Version des A7LB zum Einsatz, da keine EVAs vorgesehen waren.
Das tragbare Lebenserhaltungssystem (Portable Life Support System, PLSS) für den Aufenthalt auf dem Mond war in Form eines Tornisters aufgebaut. Er versorgte seinen Träger mit Sauerstoff und Kühlwasser, regulierte den Druck des Anzugs, entfernte das Kohlendioxid aus der Atemluft und ermöglichte eine Sprechfunkverbindung. Ein Teil des Wassers ging dabei verloren. Die Bedienung erfolgte durch eine kleine Konsole auf der Brust des Astronauten. Wasser und Sauerstoff konnten aus den Systemen der Raumfahrzeuge mehrfach aufgefüllt werden. Das Notfallsystem (Oxygen Purge System), das in einem offenen Kreislauf für 30 Minuten Sauerstoff vorhielt, war auf der Oberseite angebracht. Es wurde nie zum Einsatz gebracht.
Die Geräte wurden für den Rückflug nicht mehr benötigt und blieben ebenso wie die Überstiefel, Handschuhe und weitere Ausrüstungsgegenstände auf dem Mond zurück.
US-amerikanische: Mercury IVA  | Gemini-Raumanzug | MOL-Raumanzug | A7L | Launch-entry Suit | Advanced Crew Escape Suit
Sowjetische/Russische: SK-1/SK-2 | Berkut | Jastreb | Krechet | Sokol | Orlan | Strisch
Europäische: EVA Suit 2000
Zukünftige: Mark III | I-Suit | Bio-Suit | Space Activity Suit
Komponenten: Astronaut Maneuvering Unit | Extravehicular Mobility Unit | Hard Upper Torso | Manned Maneuvering Unit | Simplified Aid for EVA Rescue

E. Henry Powell

E. Henry Powell (* 3. September 1839 in Richford, Vermont; † 4. Mai 1911 in Burlington, Vermont) war ein US-amerikanischer Veteran des Sezessionskriegs, Anwalt und Politiker, der von 1878 bis 1892 State Auditor von Vermont war.
Edward Henry Powell wurde in Richford, Vermont, geboren. Er besuchte die Schule in Richford, anschließend die Potsdam Academy in New York und die New Hampton School in Fairfax. Nach dieser Ausbildung arbeitete Powell als Lehrer, während er gleichzeitig weiter die Schule besuchte.
Im Jahr 1860 begann Powell ein Studium an der University of Vermont, welches er bis zum Beginn des Sezessionskrieges verfolgte. Mit Ausbruch des Kriegs wurde er als Private in das 10th Vermont Infantry Regiment eingezogen. Es folgte eine Beförderung zum First Sergeant. Im Jahre 1863 absolvierte er ein Auswahlverfahren und erhielt durch eine Beförderungskommission eine Ernennung zum Offizier der United States Colored Troops. Er wurde zum Lieutenant Colonel der 10th United States Colored Troops befördert und diente in dieser Einheit bis zum Ende des Kriegs. Nach dem Ende des Sezessionskrieges im Jahr 1865 verrichtete die 10th United States Colored Troops weiter ihren Dienst in Texas als Teil einer anderen Brigade und Powell handelte dort wie ein Brigadekommandeur.
Nach seiner Ausmusterung kehrte Powell nach Vermont zurück, studierte Rechtswissenschaften und erhielt im Jahr 1866 seine Zulassung zum Anwalt.
Als Mitglied der Republikanischen Partei war Powell von 1866 bis 1869 als Bundeszollinspektor für das Franklin County tätig. Danach von 1872 bis 1874 war er District Attorney für das Franklin County. Mitglied des Repräsentantenhauses von Vermont war er von 1874 bis 1876 und Mitglied des Senats von Vermont war er von 1878 bis 1880.
Im Jahr 1878 wurde Powell zum State Auditor gewählt. Dieses Amt übte er bis 1892 aus.
Powell gehörte im Jahr 1874 zu den Gründern der Richford Savings Bank & Trust Company und war ihr Präsident.
Er zog im Jahr 1892 nach Burlington, Vermont, als er die Position des Schatzmeisters an der University of Vermont annahm. 1892 wurde er zudem ins Board of Directors der Burlington Trust Company gewählt.
In erster Ehe war E. Henry Powell mit Ellen G. Rowell verheiratet. Aus dieser Verbindung entstammten zwei Kinder: Blanche Powell, die William A. Spring, einen Zahnarzt aus Dresden geheiratet hat, und Max Leon Powell, späterer Präsident pro tempore des Senats von Vermont. Nach dem Tode seiner Frau Ellen heiratete er in zweiter Ehe Georgiana Reed Bailey, die Witwe von George W. Bailey, dem im Amt verstorbenen Vermont Secretary of State. Aus dieser Ehe stammen die Kinder Thomas Reed Powell und Gertrude Reed Powell.
Powell starb in Burlington am 4. Mai 1911. Sein Grab befindet sich auf dem Burlington Lakeview Cemetery.
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