U-21-Fußball-Afrikameisterschaft 1995/Qualifikation

Die Qualifikation zur U-21-Fußball-Afrikameisterschaft 1995 wurde ausgetragen, um die sieben Endrundenteilnehmer neben Gastgeber Nigeria zu ermitteln. Die Spiele fanden zwischen dem 10. Juni und dem 23. Oktober 1994 statt.

Die gemeldeten Mannschaften ermittelten in zwei Qualifikationsrunden im K.-o.-System mit Hin- und Rückspielen die sieben Endrundenteilnehmer. Bei Torgleichheit entschied die Auswärtstorregel über das Weiterkommen. Herrschte hier ebenso Gleichstand, wurde ohne vorherige Verlängerung ein Elfmeterschießen durchgeführt.
Die Hinspiele wurden zwischen dem 10. und 12. Juni, die Rückspiele zwischen dem 24. und 26. Juni 1994 ausgetragen.
Swasiland, Botswana, Mauretanien, Kap Verde, Liberia, Benin und Knogo zogen ihre Mannschaft zurück. Die übrigen Mannschaften hatten spielfrei.
Die Hinspiele wurden zwischen dem 26. und 28. August, die Rückspiele zwischen dem 9. und 11. September 1994 ausgetragen.
Uganda, Kenia, Madagaskar, Simbabwe, Zaire und Sierra Leone zogen ihre Mannschaft zurück.
Die Hinspiele wurden zwischen dem 7. und 9. Oktober, die Rückspiele zwischen dem 21. und 23. Oktober 1994 ausgetragen.
Burundi, Kamerun, Mauritius, Sambia, Mali, Senegal, Nigeria und Guinea qualifizierten sich für die Endrunde.
Ägypten 1991 | Mauritius 1993 | Nigeria 1995 | Marokko 1997 | Ghana 1999 | Äthiopien 2001 | Burkina Faso 2003 | Benin 2005 | Republik Kongo 2007 | Ruanda 2009 | Südafrika 2011 | Algerien 2013 | Senegal 2015 | Sambia 2017

Hototogisu

Hototogisu (jap. ホトトギス, dt. „Gackelkuckuck“) ist eine Haiku-Zeitschrift des Japan der Vorkriegszeit, die heute von der Hototogisu KG (合資会社ホトトギス, gōshi-gaisha Hototogisu) herausgegeben wird.
Hauptabsicht der Zeitschrift ist die Förderung des Haiku. Doch auch Naturbeschreibungen und Prosaliteratur werden gefördert.
Die Zeitschrift ist unter anderem bekannt dafür, dass Natsume Sōseki seinen Roman „Ich der Kater“ im Jahre 1905 (auf Betreiben Takahama Kyoshis) darin veröffentlichte.
Gegründet wurde die Zeitschrift im Januar 1897 durch Masaoka Shiki. Ort der Gründung und der ersten Herausgabe war Matsuyama. Die Redaktion während des ersten Jahres übernahm Yanagihara Kyokudō. Im darauffolgenden Jahr, 1898, wurde die Zeitschrift nach Tōkyō verlegt, und Takahama Kyoshi übernahm die Redaktion.
Nach dem Tode Shikis im Jahre 1902 wurde Kyoshi dessen Nachfolger und vertiefte das schon von Shiki vertretene Prinzip der objektiven Naturbeschreibung. Es bildete sich die sogenannte Hototogisu-Schule des modernen Haiku aus, von der sich die von Kawahigashi Hekigotō begründete Schule des freien Haiku abspaltete.
Der Titel Hototogisu („Gackelkuckuck“) geht darauf zurück, dass der Gründer Masaoka Shiki sich selbst mit diesem Tier verglich. Tatsächlich ist auch das selbstgewählte Pseudonym Shiki ein Name für den Gackelkuckuck.

Håkon Andersen

Håkon Andersen (* 3. August 1978) ist ein ehemaliger norwegischer Biathlet.
Andersen gab sein Debüt 2001 im Europacup in Ål, wo er im Einzel Fünfter wurde. Bis 2005 wurde er ausschließlich auf kontinentaler Ebene eingesetzt und erreichte häufig gute Platzierungen, darunter 2005 ein zweiter Platz mit der Staffel in Ridnaun. Danach rückte er für drei Rennen beim Weltcup in Osrblie in das Weltcupteam auf und konnte als 24. im Einzel auch schon im ersten Rennen erste Weltcuppunkte sammeln. Anschließend startete er bislang nur noch im Europacup. In Forni Avoltri gewann er 2007 mit der Staffel sein erstes Europacuprennen. Bei den Europameisterschaften 2006 in Langdorf gewann er mit Alexander Os, Hans Martin Gjedrem und Jon Kristian Svaland Staffelbronze. Zu Beginn der Saison 2007/08 gewann er sein erstes Einzelrennen, ein Verfolgungsrennen in Forni Avoltri, im Europacup. Seit 2008 kam Andersen nicht mehr international zum Einsatz. National gewann Andersen bei den Norwegischen Meisterschaften 2005 hinter Hans Martin Gjedrem im Einzel die Silbermedaille.
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

Fließ

Fließ ist eine Gemeinde mit 2993 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Landeck, im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Landeck.
Von 25. August bis 5. Oktober 2015 hieß die Gemeinde offiziell Fliess.

Fließ ist ein Haufendorf im Oberen Gericht, das auf einem kleinen Plateau etwa 200 Meter über dem Inntal liegt. Die Ortschaft liegt am Fuß des Krahbergs, der zum Venet-Massiv gehört.
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Ortschaft bzw. Katastralgemeinde Fließ. Zur Gemeinde Fließ gehören viele kleine Weiler, die sich über das Inntal und die ganzen Hänge links und rechts des Tales verteilen:
Nachbargemeinden sind Faggen, Fiss, Jerzens, Kaunerberg, Ladis, Landeck, Prutz, Tobadill, Wenns und Zams.
In Fließ traten einige bedeutende archäologische Funde zu Tage, wie der Kathreinfund, ein hallstattzeitlicher Schatz, ein bronzezeitlicher Schatzfund vom Moosbruckschrofen am Piller, die Reste eines bronzezeitlichen Hauses im Fließer Ortsteil Silberplan und der Brandopferplatz auf der Piller Höhe.
Zur Römerzeit war Fließ eine wichtige Raststation, was zahlreiche Funde beweisen. Der kleine Ort verfügt über die älteste Kirche dieser Region, von der Grundmauern aus dem 6. Jahrhundert entdeckt wurden. Viele der archäologischen Funde sind im Museum Fließ ausgestellt.
Erstmals ins Licht der schriftlich bezeugten Geschichte tritt Fließ in den Jahren 1115–1122, als zu „Flies“ Besitz an das Stift Rottenbuch übertragen wurde.
Nach einem Großbrand im Jahre 1933 wurde Fließ wesentlich weitläufiger neu errichtet und restauriert. Heute bestehen noch Teile des alten Ortskerns und einige alte Gehöfte in den außerhalb liegenden Weilern.

Fließ verfügt gemeinsam mit Zams über ein kleines Skigebiet. Die Gemeinde hat auch Anteil am Naturpark Kaunergrat.
Vor der Errichtung der Talstraße verlief die Verbindungsstraße von Landeck zum Reschenpass durch den Ort.
Das Tal der heutigen Pillerhöhe bildete vor mehr als 100.000 Jahren die Fortsetzung des Oberinntals. Der Piller Sattel (wie er auch genannt wird) bildete trotz des steilen Anstiegs vom Oberinntal her eine vielbenutzte Abkürzung vom Engadin über das vordere Pitztal nach Imst. Der „Gache Blick“ auf 1559 m bietet einen weiten Ausblick auf das obere Inntal. Von hier führen Straßen nach Fließ und in das vordere Kaunertal. Das Gebiet ist reich an kleinen Hochmooren, hier führt auch ein Moorlehrpfad durch.
Weit über die Grenzen Tirols hinaus bekannt machte die Pillerhöhe aber die Entdeckung eines prähistorischen Opferhügels. Die uralte Kultstätte wurde in den Jahren 1992 bis 1998 vom archäologischen Institut Innsbruck wissenschaftlich minutiös erforscht und in mehreren Druckschriften dokumentiert. Die umfangreichen Funde im Aschenhügel rund um den steinernen Altar sind im archäologischen Museum Fließ ausgestellt: Waffen, Werkzeuge sowie Schmuckstücke aus unterschiedlichsten Materialien zeugen von der über zweitausendjährigen Verwendung des Hügels als Opferstätte von der Bronzezeit bis zum Ende des Römischen Weltreiches um 400 n. Christus. Die Nachbildung einer rätischen Opferprozession aus Eisen, mehrere Stelen mit Informationstafeln sowie freigelegte Felsspalten, in denen Keramik und Bronzebeile gefunden wurden, machen PassantInnen auf die Bedeutung dieser historischen Stätte aufmerksam. Berühmt ist auch der sogenannte „Schatz vom Moosbruckschrofen“ mit einem gut erhaltenen bronzenen Kammhelm, der in der Nähe des „Gachen Blick“ am Fließer „KULT-UR-Weg“ entdeckt wurde.
Die steilen Trockenhänge in einem etwa acht Kilometer langen schmalen Gürtel zwischen dem Ortsteil Eichholz westlich vom Hauptort und der Pontlatzer Brücke bilden eine Landschaft mit Trockenrasen und Buschwerk. Typisch für trockenwarme inneralpine Täler ist ein Föhrenwald, hier wurde der Wald jedoch längst für Weidenutzung gerodet. Dadurch hat sich eine Pflanzengemeinschaft aus Buschwerk und Rasen angesiedelt. Eine geringfügige Beweidung ist notwendig, um das Zuwachsen mit Büschen zu vermeiden. Das Heckengestrüpp und zur Bewässerung angelegte Steinmäuerchen bieten einen Lebensraum für Schmetterlinge, Insekten und Eidechsen.
Faggen | Fendels | Fiss | Fließ | Flirsch | Galtür | Grins | Ischgl | Kappl | Kaunerberg | Kaunertal | Kauns | Ladis | Landeck | Nauders | Pettneu am Arlberg | Pfunds | Pians | Prutz | Ried im Oberinntal | St. Anton am Arlberg | Schönwies | See | Serfaus | Spiss | Stanz bei Landeck | Strengen | Tobadill | Tösens | Zams

Jerzy Konikowski

Jerzy Konikowski (* 24. Januar 1947 in Bytom) ist ein deutscher Schachspieler polnischer Herkunft.

Er erlernte das Schachspiel im Alter von 14 Jahren. 1981 siedelte er im Rahmen einer Familienzusammenführung mit seiner Frau und seiner Tochter nach Deutschland über und bekam die deutsche Staatsbürgerschaft. Von 1982 bis zum Ruhestand arbeitete er an der Universität in Dortmund als Chemotechniker.
Im Nahschach zählte er viele Jahre zur polnischen Spitze. Er gewann einige internationale Turniere und trägt den Titel des FIDE-Meisters. In der polnischen Mannschaftsmeisterschaft spielte er 1974 (am zweiten Brett von KS Hutnik Nowa Huta), 1977 (am dritten Brett von KKSz Krakau) und 1979 (am zweiten Brett von KS Hutnik Warschau) an vorderen Brettern. In der deutschen Schachbundesliga spielte Konikowski von 1983 bis 1985 für die SG Bochum 31 und hatte von 1989 bis 1994 einzelne Einsätze für die Schachfreunde Dortmund-Brackel. Er wird bei der FIDE als inaktiv geführt, da er seit 1998 keine gewertete Partie mehr gespielt hat.
Sein Studium zum Schachtrainer hat Jerzy Konikowski an einer Sporthochschule in Warschau abgeschlossen. In der Zeit von 1978 bis 1981 war er polnischer Nationaltrainer, bei der Schacholympiade 1980 auf Malta führte er die polnische Damen-Nationalmannschaft zur Bronzemedaille. Er besitzt die Trainer–Lizenz A des Deutschen Schachbundes. Ein Jahr trainierte er Arkadij Naiditsch, heute Deutschlands Nr. 1. Ende Dezember 2010 hat er sich als Honorartrainer des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes betätigt.
Seit seinem 15. Lebensjahr widmet er sich auch dem Fernschach. Hier zählen zu seinen größten Erfolgen der 7. Platz im Finale der XLVIII. Europameisterschaft und sein Sieg im I. Sergiusz-Czerniakow-Memorial (1970–1973), damals das stärkste Fernschachturnier in Polen. Nach der Übersiedlung nach Deutschland gewann er das I. Bogdan-Śliwa-Memorial (2005–2006).
Jerzy Konikowski steht für die Entwicklung mehrerer Eröffnungsvarianten, zu deren Erforschung er sich insbesondere auch des Fernschachspiels bediente. Das Konikowski-Hardy-Gambit, das mit den Zügen 1.e2-e4 e7-e5 2.Sg1-f3 Sb8-c6 3.Lf1-b5 Lf8-c5 4.c2-c3 d7-d5!? entsteht, zählt zu seinen bekanntesten Entwicklungen.
Als Autor hat Jerzy Konikowski mehr als 100 Schachbücher geschrieben, die in Deutschland, Polen, in den USA, Italien, Spanien, den Niederlanden und Tschechien veröffentlicht worden sind. Er kommentierte Partien und schrieb Theoriebeiträge für die Deutsche Schachzeitung, Fernschach International, Rochade Europa, ChessBase-Magazin, Fernschachpost und andere Schachzeitschriften.
Auch als Schachkomponist hat er sich einen Namen gemacht. Er verfasste etwa 400 Schachaufgaben, von denen über 100 in internationalen Turnieren ausgezeichnet wurden. Acht seiner Aufgaben fanden einen Platz in FIDE-Alben, den Sammlungen der besten Aufgaben der Welt.
Lösung:
1. Dc5! Zugzwang 1. … Kf1 2. Df2 matt 1. … Kd1 2. Lg4 matt 1. … Kf3 2. De3 matt 1. … Kxd3 2. Dc4 matt Gezeigt wird eine Sternflucht des schwarzen Königs.
Für seine langjährige Mitgliedschaft im Deutschen Fernschachbund e. V. wurde ihm im Jahr 2008 die Silberne Ehrennadel verliehen. Er ist auch Träger der Silbernen Ehrennadel der Schwalbe (Schachkomposition) seit 2006. Der Polnische Schachverband hat Jerzy Konikowski 1973 mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Matthias Häberlein

Stand: 16. Juni 2014
Matthias Häberlein (* 26. August 1969 in Greiz) ist ein ehemaliger deutscher Volleyball-Nationalspieler.
Matthias Häberlein spielte als Jugendlicher Volleyball in der DDR, zunächst bei SC Rotation Berlin und ab 1984 beim TSC Berlin. Außerdem spielte er circa 75 mal in der DDR-Juniorennationalmannschaft, von der er sich im Mai 1988 während eines Turniers in Griechenland absetzte und in die Bundesrepublik Deutschland übersiedelte. Hier spielte der Zuspieler zunächst beim Zweitligisten VfL Sindelfingen und ab 1990 beim Bundesligisten TSV Milbertshofen, mit dem er gleich in seiner ersten Saison Deutscher Meister wurde. Nach dem Milbertshofener Rückzug schloss sich Häberlein 1991 dem ASV Dachau an und wurde hier 1995 und 1996 erneut Deutscher Meister sowie 1997 DVV-Pokalsieger. Ein weiterer Höhepunkt war der Einzug in das Finale der Champions League 1996. Von 1997 bis 1999 war der Zuspieler beim spanischen Verein CV Gran Canaria aktiv. Matthias Häberlein war viele Jahre in den Ranglisten des deutschen Volleyballs vertreten und spielte etwa 125 mal für die Deutsche Nationalmannschaft.
Heute lebt Matthias Häberlein auf Gran Canaria, wo er als Gästebetreuer arbeitet.

Vienna (Billy-Joel-Lied)

Vienna ist ein Lied von Billy Joel. Er veröffentlichte das Stück 1977 auf seinem Album The Stranger sowie als B-Seite der Single She’s Always a Woman. Der Produzent war Phil Ramone.

Im Lied wird eine jugendliche Person angehalten, langsamer zu treten und zur Vernunft zu kommen. Der Refrain lautet “When will you realize, Vienna waits for you?“ („Wann wirst du erkennen, dass Wien auf dich wartet“). Joel schrieb das Lied bei einem Besuch seines Vaters in dessen Heimat Wien, als die beiden eine ältere Frau beim Kehren der Straße beobachteten. Es entwickelte sich eine philosophische Diskussion um das Alter und den Zwang, die Lebensziele möglichst schnell zu erreichen, wie Joel bei der Howard-Stern-Show erläuterte. In einem Artikel der New York Times aus dem Juli 2008 nennt Joel Vienna als einen seiner beiden Lieblingssongs, zusammen mit Summer, Highland Falls.
Der Song wurde 1981 in einer Folge der Fernsehserie Taxi mit dem Titel Vienna Waits gespielt. Die Figur Elaine Nardo, gespielt von Marilu Henner, bezieht sich während des Urlaubs in Europa mit Alex Reiger, gespielt von Judd Hirsch, auf das Lied. Aus Lizenzgründen wurde der Song bei der DVD-Veröffentlichung weggelassen. Vienna ist auch auf dem Soundtrack zu 30 über Nacht enthalten.
Die amerikanische Sängerin Ariana Grande coverte das Lied 2011 und schickte es als mp3-Datei an ihre Fans, wenn sie ihrem Spendenaufruf für die Opfer des Tōhoku-Erdbebens 2011 nachkamen. Später veröffentlichte sie das Lied auf ihrem YouTube-Kanal.

Sławomir Nitras

Sławomir Witold Nitras (* 26. April 1973 in Połczyn-Zdrój) ist ein polnischer Politiker der Platforma Obywatelska (Bürgerplattform).
Sławomir Nitras besuchte eine Mittelschule in Koszalin. Er studierte an der Universität Stettin und schloss diesen mit einem Diplom in Politik ab. Daran schloss er eine Tätigkeit als Assistent der Hochschule am Fachbereich für Politologie und Philosophie an. 1996 trat er der Stronnictwo Konserwatywno-Ludowe (Konservative Volkspartei) bei. 1998 wurde Nitras Mitarbeiter im Kabinett des Woiwoden der Woiwodschaft Koszalin. 1998 wurde er in den Sejmik der neu gebildeten Woiwodschaft Westpommern gewählt und blieb dort bis 2002. Zugleich arbeitete er von 1999 bis 2002 für das französische Unternehmensgruppe Lafarge. Er war dort in Biały Bór für die Kruszywa Koszalin S.A. Leiter für Produktion und Verkauf von Baufüllmaterial. 2001 trat er in die Platforma Obywatelska ein. Nach der Geburt seiner jüngsten Tochter gründete er sein eigenes Unternehmen, das sich auf die Lieferung von Baufüllmaterial und Bitumen spezialisierte. Das Unternehmen hatte kurz nach der Gründung finanzielle Probleme und wurde 2005 geschlossen. Bei den Parlamentswahlen 2005 konnte Nitras mit 14.238 Stimmen erstmals ein Mandat für den Sejm erringen. Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen 2007 trat er im Wahlkreis 41 Szczecin erneut an und konnte mit 65.776 Stimmen erneut einen Sitz im Sejm erringen. Er arbeitete dort in den Kommissionen für Staatsvermögen und Wirtschaft. Bei der Europawahl 2009 trat Sławomir Nitras an und konnte mit 107.413 Stimmen ein Mandat erringen. Damit endete seine Mitgliedschaft im polnischen Sejm am 10. Juni 2009.
Im Europäischen Parlament gehört er sowohl der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) sowie u. a. der Wirtschafts- und Währungskommission und der Delegation des Europäischen Parlaments im Parlamentarischen Kooperationsausschuss EU-Russland an.
Von 1991 bis 1993 war er Mitglied der Union der Realpolitik und während der Jahre 1996–2001 gehörte er der Konservativen Volkspartei an. Seit 2001 ist er Mitglied der Bürgerplattform (Platforma Obywatelska) und gehört dem Landesvorstand an, seit 2003 ist er Vorsitzender der Bürgerplattform (Platforma Obywatelska) in Szczecin und seit 2006 ist er der stellvertretende Vorsitzende dieser Partei in der Region Westpommern (Zachodniopomorskie).
Sławomir Nitras ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Joe Anderson

Joe Anderson (* 26. März 1982 in England) ist ein britischer Schauspieler.

Die Eltern des Schauspielers waren im Filmgeschäft tätig. Anderson studierte Photokunst am Richmond upon Thames College sowie Schauspiel an der Londoner Webber Douglas Academy of Dramatic Art. Er debütierte 2004 an der Seite von Franka Potente im Horrorfilm Creep. Im Thriller Silence Becomes You – Bilder des Verrats (2005) spielte er den Kleinganoven Luke, der in das Haus der Schwestern Violet (Alicia Silverstone) und Grace (Sienna Guillory) einzieht.
Im Filmdrama Klang der Stille (2006) war Anderson neben Ed Harris und Diane Kruger als Karl van Beethoven, ein Neffe des Komponisten, zu sehen. Im britisch-indischen Filmdrama Little Box of Sweets (2006) übernahm er eine der Hauptrollen. Im Filmdrama Geliebte Jane (2007) spielte er an der Seite von Anne Hathaway und James McAvoy eine der größeren Rollen. Im Filmmusical Across the Universe (2007) spielte er die Rolle des Studenten Max Carrigan, in dessen Schwester Lucy (Evan Rachel Wood) sich Jude (Jim Sturgess) verliebt. 2012 übernahm er in der kurzlebigen ABC-Horrorserie The River die Hauptrolle des Linoln Cole und war im letzten Twilight-Film Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2 als Alistair zu sehen.
Für die dritte Staffel der NBC-Dramaserie Hannibal wird Anderson Michael Pitt als Mason Verger ersetzen, der diese Rolle zuvor spielte.

Alexander Longolius

Alexander Longolius (* 30. Dezember 1935 in Berlin; † 31. Januar 2016) war ein deutscher Politiker (SPD).

Longolius war 1952/53 als Teilnehmer von AFS Interkulturelle Begegnungen als Austauschschüler in den USA und absolvierte 1954 sein Abitur in Berlin. Er studierte Politologie, Geschichte und Anglistik an der Deutschen Hochschule für Politik und an der Freien Universität Berlin. Er war von 1958 bis 1976 im Schuldienst tätig. Von 1967 bis 1970 hatte er die Leitung des Besucherdienst beim Bundeshaus Berlin inne. 1973 wurde er Direktor der Volkshochschule Berlin-Schöneberg und übernahm parallel von 1973 bis 1988 die Referatsleitung für Politische Bildung beim Bevollmächtigten der Bundesregierung in Berlin (Abteilung Innerdeutsche Beziehungen). 1988 wurde er Geschäftsführer der „Initiative Berlin – USA e.V.“, eines von ihm gegründeten privaten Verein, der sich um die deutsch-amerikanischen Beziehungen bemühte.
Alexander Longolius trat 1963 der SPD bei und engagierte sich im Bezirk Charlottenburg. Von 1973 bis 1981 war er Mitglied des Berliner Landesvorstandes. Bei der Berliner Wahl 1975 wurde er erstmals in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt, dem er bis 1988 angehörte. Bei der Wahl 1990 kehrte er für eine Wahlperiode ins Abgeordnetenhaus zurück, schied jedoch 1995 endgültig aus dem Parlament aus. Während seiner Abgeordnetentätigkeit übte er verschiedene Funktionen aus. So war er 1981 kurzfristig Vorsitzender der SPD-Fraktion und anschließend bis 1985 Vizepräsident des Abgeordnetenhauses.
1983 gründete Alexander Longolius zusammen mit weiteren Abgeordneten in San Francisco die Partnerschaft der Parlamente (PdP), welcher er zehn Jahre als Präsident vorstand. Die Partnerschaft der Parlamente ehrte ihn 2011 mit der Carl Schurz-Plakette. Er war Mitbegründer und bis 2014 Vorstandsvorsitzender der Checkpoint Charlie Stiftung und der Initiative Berlin – USA e.V. mit der Brücke der Jugend. Er war langjähriges Mitglied der Europäischen Akademie Berlin und Mitglied des Bundeskuratoriums des Internationalen Bunds (IB).
Im Jahr 2005 erhielt Longolius das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Franz Neumann (1951–1958) | Alexander Voelker (1958–1973) | Wolfgang Haus (1973–1977) | Franz Ehrke (1977–1981) | Klaus Riebschläger (1981) | Alexander Longolius (1981) | Hans-Jochen Vogel (1981–1983) | Peter Ulrich (1983–1985) | Walter Momper (1985–1989) | Ditmar Staffelt (1989–1994) | Klaus Böger (1994–1999) | Klaus Wowereit (1999–2001) | Michael Müller (2001–2011) | Raed Saleh (seit 2011)