Srednekolymsk

Srednekolymsk (russisch Среднеколымск, jakutisch Орто Халыма/Orto Chalyma) ist eine Kleinstadt in der Republik Sacha (Jakutien) (Russland) mit 3525 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).

Die Stadt liegt im Kolyma-Tiefland, etwa 1500 km nordöstlich der Republikshauptstadt Jakutsk, am linken Ufer der Kolyma um die Einmündung der Ankudinka, welche den Ort in zwei Teile teilt.
Die Stadt Srednekolymsk ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Ulus Srednekolymsk (russ.: Среднеколымский улус, jakut.:Орто Халыма улууһа – Orto Chalyma uluuha).
Srednekolymsk verfügt über einen Flughafen und eine Anlegestelle an der Kolyma.
Der Ort wurde 1644 von Kosaken als Ostrog Jarmanka gegründet. 1775 erfolgte die Umbenennung in Srednekolymsk (russisch für Mittlere-Kolyma-Stadt) mit der Verleihung des Stadtrechtes als Verwaltungszentrum des Kolymakreises (Okrugs). Die Stadt war Verbannungsort, so für den Dekabristen Nikolai Bobrischtschew-Puschkin. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Srednekolymsk 147 Häuser (davon 53 Wohnhäuser), 22 Jurten, zwölf Händler, eine Holzkirche, eine Kirchenschule und ein kleines Krankenhaus. Die Einwohner lebten von Fischfang, Pelztier- und Vogeljagd, Pilz- und Beerensuche.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
In Srednekolymsk gibt es bereits seit 1921 ein kleines Heimatmuseum.
In der Stadt gibt es Betriebe der Lebensmittelwirtschaft und ein Treibstofflager. Im Rajon werden Pelztier- und Viehhaltung (Rinder, Pferde, Rentiere) sowie Fischfang betrieben.
Verwaltungszentrum: Jakutsk
AldanR | JakutskS | LenskR | MirnyR | NerjungriR | NjurbaR | OljokminskR | PokrowskR | SrednekolymskR | Tommot | Udatschny | Werchojansk | WiljuiskR
Aichal | Allach-Jun | Almasny | Artyk | BatagaiR | Belaja GoraR | Berkakit | Besymjanny | ChandygaR | Chani | DeputatskiR | Dschebariki-Chaja | Eldikan | Esse-Chaija | Jugorjonok | Kyssyl-Syr | Lebediny | Leninski | Mochsogolloch | Nagorny | Nischnejansk | Nischni BestjachR | Nischni Kuranach | Peledui | SangarR | SchataiS | Serebrjany Bor | Solnetschny | Solotinka | Swetly | Swjosdotschka | SyrjankaR | TiksiR | Torgo | Tschernyschewski | TscherskiR | TschokurdachR | Tschulman | Ust-Kuiga | Ust-MajaR | Ust-NeraR | Witim
Amga | Batagai-Alyta | Berdigestjach | Borogonzy | Chonuu | Namzy | Olenjok | Saskylach | Schigansk | Suntar | Tschuraptscha | Werchnewiljuisk | Ytyk-Kjujol
Liste der Städte in der Republik Sacha | Verwaltungsgliederung der Republik Sacha
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons (Ulus)

Jade Moore

Moore im Nationaltrikot (2014)
2 Stand: 1. Juli 2015
Jade Ellis Moore (* 22. Oktober 1990 in Worksop) ist eine englische Fußballspielerin. Die Mittelfeldspielerin spielt derzeit bei Birmingham City LFC und seit 2012 für die englische Nationalmannschaft.
Moore spielte schon mit 15 Jahren für die erste Mannschaft der Lincoln Ladies. 2007 wechselte sie zu Leeds und erreichte 2008 das Finale des FA Women’s Cup, in dem sie Arsenal mit 1:4 unterlagen. 2010 gewann sie den Premier League Cup durch ein 3:1 im Finale gegen Everton, wodurch Leeds den ersten Titel im Frauenfußball holte. 2011 wechselte sie zu Birmingham City LFC.
Moore spielte in den englischen U-19-, U-20- und U-23-Mannschaften, für die sie in 21 Spielen acht Tore erzielte. 2009 gewann sie mit der U-19-Mannschaft die Europameisterschaft. 2008 und 2010 nahm sie mit der U-20-Mannschaft an den U-20-Weltmeisterschaften in Chile und Deutschland teil, schied aber 2008 im Viertelfinale gegen den späteren Sieger USA und 2010 in der Vorrunde aus.
Am 28. Februar 2012 machte sie beim Zypern-Cup gegen Finnland ihr erstes Länderspiel und kam auch gegen die Schweiz und im Spiel um Platz 3 gegen Italien, wo sie beim 1:3 ihr erstes A-Länderspieltor erzielen konnte, zum Einsatz. Moore stand im englischen Kader für die EM 2013 in Schweden, kam aber nicht zum Einsatz.
2015 konnte sie mit England den Zypern-Cup gewinnen und wurde dann auch für den englischen Kader für die WM in Kanada nominiert. Sie wurde im ersten Spiel gegen Frankreich eingewechselt und stand danach fünfmal in der Startelf. Im Spiel um Platz 3, bei dem England erstmals ein Sieg gegen Deutschland gelang, wurde sie aber nicht berücksichtigt.

Andrew Trimble

Stand: 3. Februar 2014
Andrew David Trimble (* 20. Oktober 1984 in Coleraine, County Londonderry, Nordirland) ist ein nordirischer Rugby-Union-Spieler. Er wird als Outside Centre oder auch als Wing eingesetzt.
Trimble besuchte zunächst die Coleraine Academical Institution. Nach erfolgreichem Abschluss studierte er ein Jahr Physik an der Queen’s University Belfast, wechselte aber danach zum Belfast Bible College, um Theologie zu studieren. Im März 2009 heiratete Trimble seine Frau Anna.
Seit 2005 spielt er für Ulster Rugby. Im Jahre 2006 wurde Trimble Ulster Rugby Spieler des Jahres. Ebenso spielte er in der AIB League für den Ballymena RFC und die irische U21 Mannschaft.
Für die irische Rugby-Union-Nationalmannschaft gab er sein Debüt als Ersatz für den verletzten Brian O’Driscoll bei den 2005 IRB Autumn Internationals. Er war im Kader Irlands bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 und der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011. Außerdem spielte er bei den Six Nations 2014 für Irland.

Marcel Maes

Marcel Maes (* 19. Dezember 1944 in Deurle, Belgien; † 10. April 1997 in Wondelgem, Belgien) war ein belgischer Radrennfahrer.
Maes wurde als Amateurfahrer in der Radsportsaison 1966 bekannt, als er die belgischen Frühjahrsrennen Gent-Staden und Omloop Het Volk gewann. 1967 nominierte ihn der belgische Radsportverband für die Drei-Länder-Etappenfahrt Internationale Friedensfahrt von Warschau über Ost-Berlin nach Prag. Obwohl Maes keine der 16 Etappen gewann, wurde er überlegener Gesamtsieger mit einem Vorsprung von fünf Minuten. Er war der erste belgische Toursieger und zugleich der Schnellste in der bisherigen Friedensfahrtgeschichte.
Noch im selben Jahr wurde Maes Berufsfahrer. Er schloss sich dem niederländischen Radsportteam Willem II – Gazelle an und feierte im September beim Grand Prix Paul Borremans im belgischen Viane seinen ersten Profisieg. Beim anschließenden Eintagesrennen Paris–Tours musste der 22-Jährige mit Platz 102 unter 112 Platzierten Lehrgeld zahlen. Die Saison 1968 begann für Maes, wie das Vorjahr geendet hatte. Beim italienischen Klassiker Mailand–Sanremo wurde er bei 116 angekommenen Fahrern 108. Bei den folgenden Etappenrennen Tour de Suisse und der Tour de France belegte er im Gesamtklassement die Ränge 34 bzw. 49. In den folgenden Jahren spielte Maes im Radrennsport keine nennenswerte Rolle mehr. Seine Engagements bei den belgischen Radsportteams Siriki-Munck (1970), Goldor-Fryns-Elvé (1970) und Hertekamp (1972–1973) führten zu keinen weiteren Erfolgen. 1972 fand er noch einmal Erwähnung in der Sportpresse, als er das Kriterium im belgischen Lokeren gewann. Maes starb bereits im Alter von 52 Jahren.
1948 August Prosenik | 1948 Aleksandar Zorić | 1949 Jan Veselý | 1950 Willy Emborg | 1951 Kaj Allan Olsen | 1952 Ian Steel | 1953 Christian Pedersen | 1954 Eluf Dalgaard | 1955, 1959 Gustav-Adolf Schur | 1956 Stanisław Królak | 1957 Nentscho Christow | 1958 Piet Damen | 1960 Erich Hagen | 1961 Juri Melichow | 1962 Gainan Saidchushin | 1963 Klaus Ampler | 1964 Jan Smolík | 1965 Gennadi Lebedew  | 1966 Bernard Guyot (Junior) | 1967 Marcel Maes | 1968 Axel Peschel | 1969 Jean-Pierre Danguillaume | 1970, 1971, 1973, 1975 Ryszard Jan Szurkowski | 1972 Vlastimil Moravec | 1974 Stanisław Szozda | 1976 Hans-Joachim Hartnick | 1977 Aavo Pikkuus | 1978 Alexander Awerin | 1979, 1984 Sergei Suchorutschenkow | 1980 Juri Barinow | 1981 Schachid Sagretdinow | 1982, 1986 Olaf Ludwig | 1983 Falk Boden | 1985 Lech Piasecki | 1987, 1988, 1989, 1998 Uwe Ampler | 1990 Ján Svorada | 1991 Wiktor Rschaksinski | 1992, 1996, 1997, 1999, 2003 Steffen Wesemann | 1993 Jaroslav Bílek | 1994 Jens Voigt | 1995 Pavel Padrnos | 2000 Piotr Wadecki | 2001 Jakob Piil | 2002 Ondřej Sosenka | 2004 Michele Scarponi | 2006 Giampaolo Cheula

Louise Hires a Contract Killer

Louise Hires a Contract Killer (Originaltitel: Louise-Michel) ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 2008 von Gustave Kervern und Benoît Delépine mit Yolande Moreau in der Titelrolle.

Eine Textilfabrik in der Picardie wird von der Firmenleitung für die Arbeiterinnen überraschend stillgelegt. Als sie morgens zur Arbeit erscheinen, sind die Maschinen abgebaut, die Chefs sind über alle Berge. Die Arbeiterinnen beschließen, das Geld aus ihrer lächerlichen Abfindung zusammenzulegen und damit einen Auftragsmörder zu engagieren, um den ehemaligen Chef umzubringen. Louise verspricht, einen Profikiller zu kontaktieren, und gerät dabei an den Wachmann eines Wohnwagencampingplatzes Michel, der aber nur ein Waffennarr ist. Aus dieser Konstellation entwickelt sich ein todbringendes Roadmovie quer durch Europa, in dessen Verlauf die Untaten des kapitalistischen Chefs auf makabre Weise gerächt werden.
„“Louise Hires a Contract Killer“ ist eine bitterböse Komödie der französischen Satiriker Gustave Kervern und Benoit Delépine. Der Humor des Films ist knochentrocken und ganz auf die spröde Hauptdarstellerin Yolande Moreau zugeschnitten. Wer makabre Scherze abseits des guten Geschmacks und der politischen Korrektheit mag, ist hier gut aufgehoben. Fazit: Gnadenlos bösartige Underdog-Groteske, die den trockenen Stummfilmhumor eines Buster Keaton mit dem Stil der Coen Brothers verbindet.“
„„Louise Michel“ ist eine herrlich schwarzhumorige, bitterböse, politisch bis zum Erbrechen unkorrekte Komödie mit hoher Lachgarantie, die ganz sicher nicht für jeden Zuschauer geeignet ist. […] Wer sich aber schon bei „Aaltra“ amüsiert hat oder einer düsteren Humorfärbung nicht abgeneigt ist, wird bei dieser Anarcho-Komödie bestimmt auf seine Kosten kommen – und das auch noch bis nach dem Abspann, den man sich unbedingt bis zum bitteren Ende ansehen sollte.“
„Louise Hires a Contract Killer brilliert mit einem bezugsreichen Humor – Lumière, Kubrick oder wieder Kaurismäki –, obwohl die offene (Selbst-)Referenzialität manchmal etwas hölzern daherkommt. Mit einigen Gags und Zitaten scheint der Film Grenzverletzung nur zum Selbstzweck zu betreiben, denn nicht alle Querverweise sind so doppelbödig wie die Szene, in der Produzent Mathieu Kassovitz einen Gastauftritt als verständnisvoller Biohof- und Landhotelbesitzer absolviert und damit auch sein eigenes Image persifliert. Und gerade diese Momente machen besonders viel Spaß.“
„Bizarre Mischung aus tristem Gesellschaftsdrama und Anarcho-Komödie, die wegen dramaturgischer und handwerklicher Unzulänglichkeiten in Langeweile erstarrt. Einzig die Darsteller sorgen mit ihrem überzeugenden Hang zum Fatalismus für nachhaltig amüsante Momente.“
„Sehr, sehr böse, schwarze Komödie, radikal, kompromisslos, anarchisch bis zuletzt. Nach dem Abspann sitzen bleiben!“
Der Originaltitel erinnert nicht ohne Hintergedanken an die im 19. Jahrhundert aktive französische Revolutionärin und Sozialreformerin Louise Michel, welcher der Film auch gewidmet ist. Der deutsche Titel lehnt sich an den Film „I hired a Contract Killer“ des Finnen Aki Kaurismäki an. Das ist bei dem nicht immer politisch korrekten, manchmal schon randständigen, krassen und schwarzen Humor dieses Films durchaus angemessen. Auch die Szenen im Familistère in Guise, einem durch den Fabrikanten und utopischen Sozialisten Jean-Baptiste André Godin in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbauten Gebäudekomplex, verweisen auf den sozialreformerischen Hintergrund (im Film die Wohnung von Miros Eltern).
Spezialpreis der Jury beim Sundance Film Festival 2009.

Hohe Geige

Hohe Geige von der Hundsbachalm (von Nordwesten)
Die Hohe Geige ist ein Berg in den Ötztaler Alpen im österreichischen Bundesland Tirol mit einer Höhe von 3393 m ü. A.., nach anderen Angaben 3395 m ü. A. Er ist die höchste Erhebung im Geigenkamm, einer von Süden nach Norden verlaufenden Bergkette. Nach Norden, Osten und Westen sendet der Berg ausgeprägte Grate, über die Kletterrouten führen.

Die Hohe Geige liegt im Zentrum des von Norden nach Süden verlaufenden Geigenkamms. Sie ist im Norden und Osten von Gletschern flankiert. Westlich des Nordgrats zieht sich der Rötkarlferner bis kurz unter den Gipfel und östlich erstreckt sich der doppelt so ausgedehnte, etwa zwei Kilometer lange, Äußere Pirchlkarferner in einem rechten Winkel von Nord nach Ost. Südlich des Äußere wilde Schneide genannten Ostgrats liegt der Innere Pirchlkarferner. Benachbarte Berge sind im Verlauf des Nordgrats der Hohe Kogel mit 3296 Metern, im Osten die 3021 Meter hohe Fotzenkarstange und im Süden der Ampferkogel (3186 m). Die Westflanke der Hohen Geige fällt ab ins Pitztal, die Ostseite ins Pollestal, ein westliches Nebental des Ötztals beim Dorf Huben bei Längenfeld. Der nächste bedeutende Ort ist Planggeroß, ein Ortsteil der Gemeinde St. Leonhard im Pitztal, das etwa 3,5 Kilometer Luftlinie südwestlich der Hohen Geige liegt.
Als Stützpunkt für eine Besteigung der Hohen Geige dient heute die auf einer Höhe von 2323 Metern liegende Rüsselsheimer Hütte (ehemalige Chemnitzer Hütte), östlich oberhalb von Planggeroß. Von dort aus führt der Normalweg, der leichteste Anstieg, durch die Südwestflanke des Berges in etwa 3½ Stunden zum Gipfelkreuz der Hohen Geige. Ein alternativer Anstieg führt über den Westgrat in 4 Stunden von der Hütte zum Gipfel. Den Westgrat erreicht man dabei am Aussichtspunkt Gabinten (2650 m) über einen Wanderweg. Der Grat ist größtenteils grobblockig und überschreitet den Schwierigkeitsgrad UIAA I nur im oberen Teil. Dort sind einige ausgesetzte Passagen und Kletterstellen (UIAA II bis III) versichert. Der Westgrat ist objektiv sicherer zu begehen und löst den eigentlichen Normalweg als Standardaufstieg zunehmend ab. Als weitere Alternative bietet sich der sogenannte Eisweg in Kombination mit dem Nordgrat an. Hier führt der Anstieg über den nordseitigen Rötkarferner auf den Nordgrat. Je nach Jahreszeit erfolgt der restliche Anstieg kombiniert durch Fels und Eis. Die Schwierigkeit überschreitet UIAA II auf dem letzten Gratabschnitt nicht.
Im Rahmen von Vermessungsarbeiten unter Leitung von Hauptmann Ganahl wurde die Hohe Geige im Jahr 1853 das erste Mal bestiegen. Bei der ersten touristischen Besteigung im Jahr 1873 gelangten Theodor Petersen und der Bergführer C. Bezien von der östlich des Berges gelegenen Vorderen Pollesalm (1776 m) über den Inneren Pirchlkarferner zum Gipfel. Bereits 1887 wurde der Nordgrat zum ersten Mal im Aufstieg begangen. 1935 wurde erstmals der Ostgrat, genannt die Äußere Wilde Schneide, in sieben Stunden und in teilweiser schwerer Kletterei im UIAA-Grad III bezwungen.

ECUARUNARI

ECUARUNARI (Kichwa: Ecuador Runakunapak Rikcharimuy, „Bewegung der Indianer von Ecuador“, wörtlich: „Erwachen der Menschen von Ecuador“) ist ein Dachverband, der indigene Völker bzw. Organisationen mit Kichwa-Hintergrund im Hochland Ecuadors vertritt.

Der Verein definiert sich als „Bündnis der Völker der Kichwa-Nationalität von Ecuador“ (Confederación de los Pueblos de la Nacionalidad Kichwa del Ecuador bzw. Ecuador Kichwa Llaktakunapak Jatun Tantanakuy). In seinen Anfängen sah es sich dagegen als indianische Organisation mit kirchlicher Bindung.
Der Verband gibt mehrmals jährlich seine zweisprachige Zeitschrift Rikcharishun heraus (Kichwa: „Erwachen wir!“ oder „Wir werden erwachen“).
Von 2003 bis 2010 war Humberto Cholango, Angehöriger des Volkes der Kayampi (Cayambi) aus der Provinz Pichincha Vorsitzender von ECUARUNARI. In der Periode von 2010 bis 2013 hat Delfín Tenesaca aus Mayorazgo (Puruhá, Provinz Chimborazo) dieses Amt inne.
Seine Ursprünge hat der Verein in den 1960er Jahren, als die katholische Kirche in Ecuador auf privater Ebene noch vor dem ersten staatlichen Landreformgesetz mit der Verteilung von Ländereien begann. Diese Bemühungen können vor dem Hintergrund gesehen werden, den Einfluss der kubanischen Revolution zu begrenzen. Auf Grundlage dieser privaten Landreform organisierten sich Angehörige indigener Landgemeinden im Rahmen progressiver katholischer Organisationen. In der Gemeinde Tepeyac (Provinz Chimborazo) trafen sich im Juni 1972 auf einem Kongress mehr als 200 Delegierte verschiedener bäuerlich-indigener Organisationen und Genossenschaften mit katholischem Hintergrund aus den Hochlandprovinzen Imbabura, Pichincha, Cotopaxi, Bolívar, Chimborazo sowie Cañar und gründeten die Dachorganisation ECUARUNARI. Bei diesem Kongress wurden zwei gegensätzliche Positionen hinsichtlich der durch ECUARUNARI zu organisierenden sozialen Basis vertreten: Die einen wollten indigene und nicht-indigene Sektoren vereinigen, während die anderen, unterstützt von der Kirche, eine rein indigene Organisation wollten. Von einigen Repräsentanten wurde der direkte Einfluss der Kirche in Frage gestellt. Schließlich wurde auf dem Kongress ECUARUNARI als indigene Organisation mit kirchlicher Bindung definiert. Es wurde eine nationale Leitung (Directiva Nacional) gewählt, die für die regelmäßige Einberufung von Versammlungen zuständig war. Auf regionaler Ebene gab es „Bewegungen der Provinzen“ (Wawa Rikcharimuy, Movimientos Provinciales) mit jeweils eigenen Leitungsebenen. Anfang der 1970er Jahre brachte ECUARUNARI auf nationaler Ebene umfangreiche Mobilisierungen für die Landreform zustande, die die Regierung 1973 zu einem zweiten Landreformgesetz zwangen.
Gleichzeitig machte der Verein auf Grund interner Widersprüche eine tiefe ideologische, politische und strukturelle Krise durch, die sich nach 1975 so weit verschärfte, dass sie die Organisation an den Rand der Spaltung und Auflösung brachte. Schließlich gelang es, einen Kongress einzuberufen, der mit 180 Teilnehmern, davon 100 Delegierten, vom 19. bis 25. Juli 1977 in der Ortschaft Chibuleo in der Provinz Tungurahua stattfand. Hier wurde zum einen die Landreform bewertet, die den Großgrundbesitz kaum angetastet hatte, zum anderen der Zustand von ECUARUNARI analysiert und Maßnahmen zur Konsolidierung getroffen. Es wurden politische Funktionäre ausgeschlossen, die als Spalter betrachtet wurden, darunter Antonio Lema und Marco Barahona. Scharf grenzte sich die Organisation von evangelikalen Vereinigungen ab, darunter dem Linguistischen Sommerinstitut, und verurteilte imperialistische Einmischung aus dem Ausland. Insgesamt bedeutete dieser vierte Kongress eine politische Wende und Annäherung von ECUARUNARI an die Arbeiterbewegung. In der nachfolgenden Zeit konnte sich die Organisation konsolidieren und durch Massenmobilisierungen auf kommunaler und regionaler Ebene auch die Durchführung der Landreformgesetze voranbringen, was die Rückübereignung einst geraubter Ländereien bedeutete.
ECUARUNARI war 1986 an der Gründung der indigenen Dachorganisation CONAIE beteiligt, der es bis heute angehört.
Bei einem der wichtigsten Ziele von ECUARUNARI, der Erhaltung und Verteidigung der Kichwa-Sprache, zeigen sich besonders deutliche Konfliktlinien mit dem Linguistischen Sommerinstitut. Während dieses die einzelnen Kichwa-Mundarten als einzelne Sprachen betrachtet und für die Varianten von Chimborazo und Imbabura sogar einzelne komplette Bibelübersetzungen verwirklicht hat, steht ECUARUNARI für eine gemeinsame Schriftsprache ein. Hierzu wurde eine einheitliche Orthographie geschaffen, Shukllachishka Kichwa (Quichua unificado). Diese wird in der EIB (Educación Intercultural Bilingüe, „Interkulturelle zweisprachige Erziehung“) verwendet, welche auf Grund des Drucks der indigenen Organisationen in die Verfassung Ecuadors von 1998 aufgenommen wurde – allerdings nur für die Indigenen und nicht für alle Ecuadorianer. Anders als etwa in Peru liegt die EIB wirklich in der Verantwortung der indianischen Ethnien, so dass Mitgliedsorganisationen von ECUARUNARI bzw. Kichwa-Gemeinden an vielen Orten eigene Schulen mit EIB eröffnen konnten. Diese Schulen gibt es jedoch bisher nicht flächendeckend.

Michaela Herlbauer

Michaela Herlbauer (* 17. Oktober 1986 als Michaela Reichör) ist eine österreichische Triathletin. Herlbauer war Staatsmeisterin auf der Triathlon-Halbdistanz (2014). Sie wird in der Bestenliste Österreicher Triathletinnen auf der Ironman-Distanz geführt.

Michaela Reichör wechselte mit 14 Jahren vom Schwimmsport zum Triathlon. Von 2008 bis Ende 2011 musste sie aus gesundheitlichen Gründen pausieren.
Sie startete auf der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) sowie bei Triathlon-Bewerben über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen). 2014 ging sie auch erstmals auf der Langdistanz an den Start.
Bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl wurde sie im August 2014 Österreichische Staatsmeisterin auf der Triathlon-Mitteldistanz. Im September wurde sie auf der Langdistanz Dritte bei der Erstaustragung der Challenge Weymouth.
Michaela Herlbauer lebt heute in Hallein. Sie ist verheiratet mit dem Salzburger Triathleten Daniel Herlbauer und wird trainiert vom Engländer Alun Woodward. Sie startet für den Verein Tri Team Hallein.
(DNF – Did Not Finish)

Lymanske (Rosdilna)

Lymanske (ukrainisch Лиманське; russisch Лиманское/Limanskoje) ist eine Siedlung städtischen Typs in der ukrainischen Oblast Odessa mit etwa 7400 Einwohnern (2014).
Lymanske liegt im Rajon Rosdilna am angestauten Kutschurhan, einem 109 km langen Nebenfluss des Dnister, der hier die Grenze zum moldawischen Transnistrien bildet. Lymanske liegt 75 km nordwestlich vom Oblastzentrum Odessa und 28 km südlich vom Rajonzentrum Rosdilna. Durch die Ortschaft führt die Territorialstraße T–16–25.
Das 1798 mit dem Namen Selz gegründete Dorf war, wie das benachbarte Straßburg, Teil der deutschen Kolonie Kutschurgan und erhielt 1957 den Status einer Siedlung städtischen Typs.
Ananjiw | Arzys | Balta | Beresiwka | Bilhorod-Dnistrowskyj | Biljajiwka | Bolhrad | Ismajil | Juschne | Kilija | Kodyma | Kotowsk | Odessa | Reni | Rosdilna | Tatarbunary | Teplodar | Tschornomorsk | Wylkowe
Siedlungen städtischen Typs Awanhard | Beresyne | Borodino | Chlibodarske | Frunsiwka | Iwaniwka | Kominterniwske | Krasni Okny | Ljubaschiwka | Lymanske | Mykolajiwka | Nowi Biljari | Olexandriwka | Owidiopol | Petriwka | Radisne | Rauchiwka | Sarata | Satyschschja | Satoka | Sawran | Schyrjajewe | Selenohirske | Serhijiwka | Serpnewe | Slobidka | Suworowe | Tajirowe | Tarutyne | Tschornomorske | Welyka Mychajliwka | Welykodolynske | Zebrykowe

Aak

Aak ist die Bezeichnung für zwei unterschiedliche Schiffstypen, nämlich zum einen für niederländische Fischereifahrzeuge und zum anderen für Flussfrachtschiffe im Gebiet des Niederrheins.

In der niederländischen Provinz Friesland ist Aak ein allgemeiner Begriff für ein Fischereifahrzeug. Für die Fischerei auf der Zuidersee wurde seit 1876 in Lemmer von der Schiffswerft „De Boer“ die Lemmeraak, jetzt Lemsteraak genannt, gebaut, ein schneller Segler von 10 bis 15 m Länge. Mit ihm wurde der Fang von den sogenannten Heringsjollen übernommen und zu den Märkten transportiert.
Der Rumpf der Lemsteraak ist auf Kiel gebaut, aber dennoch flachgehend (Plattbodenschiff). Bug und Achterschiff sind rund, der Vordersteven ist gebogen, der Achtersteven gerade. Das Vorschiff ist bis zum Mast gedeckt und die Seitenschwerter lang und schmal. Am Mast wird ein Gaffelsegel mit kurzer, geschwungener Gaffel gefahren. Als Vorsegel werden Fock und Klüver gesetzt.
Sehr bald wurde der Aaktyp bereits als Yacht gebaut – unter anderem für das niederländische Königshaus – und statt mit einem offenen Arbeitsraum mit einer Kajüte versehen. Dieser Typ wird auch heute noch als Yachten mit 9–15 m Länge gebaut und teilweise im Charterbetrieb eingesetzt.
Die Palingaak, auch Palingschuit genannt, ist ein niederländisches Frachtsegelboot für den Transport lebender Aale nach London. Dieser Schiffstyp ähnelt stark der Tjalk. Er ist ein um 19 m langes, auf Kiel gebautes Schiff mit U-förmigen Hauptspanten. Das Deck ist durchgehend. Der steile Vorsteven ist nach außen gewölbt gebogen, der Achtersteven gerade. Die Palingaak verfügt über rundliche Seitenschwerter und fährt die gleiche Besegelung wie die Lemmeraak, ergänzt um eine Breitfock und ein Topsegel. In der Bünn, dem wasserdurchflossenen Fischkasten im Bootsrumpf, konnten bis zu 11 Tonnen Aal transportiert werden.
Die Wieringeraak ähnelt der Lemmeraak, ist jedoch im Allgemeinen kürzer und breiter. Sie hat einen niedrigen Bug und einen flachen Boden. Das Schanzkleid ist über die gesamte Schiffslänge mit einem Setzbord erhöht. Wieringeraaken wurden seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im niederländischen Wattenmeer und um Wieringen zum Fang von Plattfischen, Miesmuscheln und Seetang genutzt.
Die in Südholland gebaute Boeieraak ist ein Fischereifahrzeug zum Muschelfang und zum Fischtransport. Sie ist rund 11 m lang, flachbodig, in Knickspantbauweise und ohne Kiel gebaut. Anders als bei den anderen Aaktypen hat die Boeieraak keine Steven. An Bug und Heck läuft der Boden in einer Platte hoch. Vor- und Achterschiff sind gedeckt. Die Seitenschwerter sind schmal und die Besegelung ähnelt der der anderen Aaken.
Weitere niederländische Aakentypen sind: Stevenaak (mit auf die Bugplatte aufgesetzten Steven), Schoeneraak, Westlander, IJsselaak, Zandaak, Dortenseaak, Hasselteraak, Beitelaak, Balant und Baquet. Heutzutage sind viele Aaken zu Yachten umgebaut.
Als zum Ende des 19. Jahrhunderts die hölzernen Schiffsbauten durch Eisenschiffe abgelöst wurden, wandelten sich auch die Rumpfformen der frachttragenden Segler. So gilt ein bis 50 m langes Binnenfrachtschiff mit nach innen gewölbten Steven, Dampferheck und Gaffelketsch-Takelung als Weiterentwicklung der Aaken. Dieser Schiffstyp heißt wegen der Anlehnung an die Rumpfform der Klipper des 19. Jahrhunderts ebenfalls Klipper bzw. Klipperaak.
Der andere Aak-Grundtyp , auch Aake genannt, ist ein Leichter, ein Frachtschiff für die Flüsse und Kanäle des Niederrheingebietes. Diese Aaken sind geklinkerte flache Schiffe ohne Steven. Der Boden läuft vorn und achtern in den hochgezogenen Bodenplanken aus. Am Vorschiff haben diese Schiffe eine dreieckige oder trapezförmige Bugplatte. Aaken werden geschleppt, können mit entsprechender Ausrüstung aber auch selbst segeln und verfügen hierzu dann über Seitenschwerter.
In Deutschland gibt es verschiedene Typenvarianten, so beispielsweise die Kölner Aak, die Dorstener Aak und die Ruhraak. Sie fuhren unter anderem auf Mosel und Rhein zum Transport von Wein. Ruhraaken waren für die Passage der im 18. Jahrhundert erbauten Ruhrschleusen konzipiert und wurden vor allem für den Kohlentransport der frühen Industrialisierung an der Ruhr eingesetzt. Ein typisches Aak dieser Bauweise ist auch der Hagenaar (dt. „Hagener“, das heißt aus Den Haag kommend), ein niederländisches Flussfrachtschiff von rund 17 m Länge. Sie war besonders niedrig gebaut, um die Wagenbrücke in Den Haag passieren zu können. Ein weiterer niederländischer Aakentyp ist die Keenaak.